In den letzten Jahren haben sich viele interessante und spezielle Ernährungsformen durchgesetzt. Es werden immer neue Theorien rund um die richtige Ernährung gemacht und dabei werden einige spezielle Methoden angewendet. Hier zeigen wir euch einige der „neuen“ Ernährungsformen:


Diese Ernährungsformen können aus unserer Sicht her eher als Lebensformen angesehen werden, weswegen wir zuerst auf diese eingehen werden:

 

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Vegetarier: Obwohl dies sicherlich keine neue Ernährungsform ist, will ich sie hier kurz aufführen da sich aus dieser viele neue, kuriose Ernährungsformen gebildet haben. Vegetarier essen kein Fleisch und Fisch, jedoch aber tierische Produkte wie Milch und Eier.

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Flexitarier: Warum man dies als eine Ernährungsform definieren soll bleibt mir fragwürdig, jedoch ist der Name ziemlich selbsterklärend:
Flexitarier verzichten grösstenteils auf Fleisch; gönnen sich ab und zu aber etwas davon.

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Veganer: Noch etwas extremer nehmen es die Veganer: Sie verzichten auf alle tierischen Produkte. Die „richtigen“ Veganer setzen sich auch gegen den Gebrauch von Leder und Fell ein.

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Paleo: Beim Paleo ernährt man sich wie unsere Vor-Vorfahren. Die wichtigsten Regeln sind:
– Kein Zucker

– Kein Getreide und keine Hülsenfrücht

– Kein Pflanzenfett (ausser Oliven- und Kokosnussöl)

– Keine Fertiggerichte

– Obstverzehr im Auge behalten

– Keine Milchprodukte

Abgesehen davon, darf man so viel essen wie man will solange man diese Regeln beachtet. Der Grundsatz ist, sich so zu ernähren, wie es die Evolution damals mit uns vorgesehen hat also vor allem von Nüssen, Früchten und Gemüse, sowie Fleisch und Eier.

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Pegane Ernährung: Nachdem wir nun die Veganer und die Paleo Diät angeschaut haben, bringt uns dies zu unserer nächsten Diät: Die Pegane Diät. Das ist eine angepasste Version der Paleo-Diät wobei mir persönlich fragwürdig ist, weswegen sie sich mit den Veganern in Zusammenhang gesetzt werden wollen, da dies nichts mehr mit Veganität werder noch mit Vegetarismus zu tun hat. Die Grundsätze der peganen Ernährung sind folgende:

– Auf Lebensmittel mit hohem glykämischen Index verzichten; Zucker und raffinierte Kohlenhydrate vermeiden und stattdessen viel Obst, Gemüse, Nüsse und Hülsenfrüchte essen.
– Gemüse als Hauptbestandteil der Nahrung: Jede Mahlzeit sollte aus 50 bis 70 Prozent Gemüse bestehen. Hier gilt ausserdem noch desto dunkler das Gemüse desto besser denn die kräftige Farbe ist ein Indiz für den hohen Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen.
– Pflanzliche Öle sind ein Tabu; abgesehen von Oliven- und Kokosnussöl. Fette werden hauptsächlich über Avocados, Nüsse, Kokosnüsse und in kleinen Mengen über Fleisch aufgenommen.
– Fleisch: Circa 25 Prozent der Mahlzeit sollte aus Fleisch bestehen; das Fleisch wird also zur Beilage des Gemüses.
– Das Fleisch sollte aus Freilandhaltung stammen und es sind ausserdem Sorten vorzuziehen, in welchen viele Omega-3-Säuren enthalten sind – wie zum Beispiel Lachs und Sardinen.
– Milchprodukte sollten vermieden werden
– Verzicht auf Gluten; wenig Getreide
– Hülsenfrüchte dürfen nur in Massen genossen werden
– Zucker nur in Ausnahmefällen
– Zusatzstoffe aus der Ernährung verbannen; auf Fertiggerichte verzichten.

 


Da der Hauptbeweggrund bei den meisten Essensumstellungen das Gewicht und die Gesundheit darstellt, zeigen wir euch hier einige Ernährungsformen bei denen es hauptsächlich um die Verwendung von Kohlenhydraten geht:

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Ketogene Diät: Die ketogene Diät ist eine extreme Form von kohlenhydratarmer Ernährung. Hier werden weniger als 50 Gramm Kohlenhydrate pro Tag zu sich genommen. Da Kohlenhydrate die Hauptenergielieferanten für unsere Körper sind, greift der Körper bei einem solchen Mangel auf die Fettverbrennung zur Energiegewinnung zurück – dies wird durch die Ketose erreicht.

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Anabole Diät: Diese Diät hat eine Reduzierung des Körperfetts mit gleichzeitigem Erhalt oder Aufbau der Muskelmasse als Ziel. Während 5-6 Tagen werden sehr wenige Kohlenhydrate konsumiert während in den darauffolgenden 2 Tagen sehr viele Kohlenhydrate gegessen werden. Dann beginnt der Zyklus wieder von vorne.

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Carb-Cycling: Das Carb-Cycling ist vor allem im Bodybuilding verbreitet, das Ziel davon ist ein Muskelaufbau bei reduzierter Fettzunahme und ein erhöhter Stoffwechsel. Hier durchgeht man jeweils abwechselnde Phasen von hoher und niedriger Kohlenhydratzufuhr; an Tagen an denen man viel trainiert werden viele Kohlenhydrate gegessen und an den anderen Tagen wird weniger davon konsumiert.

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Atkins Diät:Die sogenannte Atkins Diät wird in 4 Phasen aufgeteilt:
Phase 1: Diese erste, circa 2 wöchige Phase, erlaubt pro Tag nur 20 Gramm an Kohlenhydraten. Es darf wenig Gemüse, mit Ausnahme von Blattsalat, gegessen werden und auf Brot, Kartoffeln und Nudeln sollte gänzlich verzichtet werden.
Phase 2: Hier werden jeden Tag 5 g zusätzliche Kohlenhydrate erlaubt; bis man aufhört dabei abzunehmen.
Phase 3: Hier werden wöchentlich 10 g Kohlenhydrate zu der Ernährung hinzugefügt. Das Ziel ist es, einen für sich optimalen Diätplan zu finden den man auch auf längere Zeit beibehalten kann.
Phase 4: Schlussendlich soll das erreichte Gewicht auch gehalten werden und das soll erreicht werden in dem man nach den Atkinsregeln, Eiweisse und Fette ohne Einschränkung, wenig Kohlenhydrate, weiterlebt.

Abgesehen von diesen Ernährungsformen, welche alle ein gewisses Ziel verfolgen, gibt es auch noch Ernährungsformen welche ganz einfach merkwürdig sind, jedoch auch aus Überzeugung entstanden sind:

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Kangatarier: Kangatarier waren ursprünglich Vegetarier, welche aus umweltfreundlichen Gründen auf den Fleischkonsum verzichteten. Sie stellten jedoch fest, dass die Kängurus, die in Australien frei leben können, eine sehr gute Alternative zu Rindfleisch ist. Die Kängurus essen nur native Vegetation und setzen viel weniger Methan als Kühe frei; ausserdem werden sie human durch einen Kopfschuss getötet. Diese Gründe brachte die Kangatarier dazu, sich zum Essen von Kängurufleisch zu bewegen. Abgesehen davon ernähren sie sich vegetarisch. Der Name war ursprünglich ein Witz eines der Mitbegründer der Kangatarischen Diät, der Name fand jedoch gefallen und ist bis heute geblieben.

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Warrior- Diät: Diese Diät erinnert an das Fasten, welches wir alle kennen: es darf erst wieder gegessen werden, sobald es dämmert; es gibt somit kein Frühstück und kein Mittagessen. Das Ziel dieser Diät ist es, durch das Fasten am Tag das Nervensystem und den Stoffwechsel anzuregen. Durch das Essen am Abend soll das Nervensystem auf eine andere Weise angeregt werden und für Ruhe und Regeneration sorgen. Damit man trotzdem mit genügend Nährstoffen versorgt wird ist eine gesunde Ernährung Pflicht.

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Rohköstler: Gegessen werden hier nur rohe, kalte Gerichte denn alles was über 40° C erhitzt wurde gilt als zerkocht und vitaminschädigend. Rohköstler glauben, dass sie durch diese Ernährung Krankheiten vorbeugen können.

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Glyx: Diese Ernährungsweise orientiert sich am glykämischen Index der Nahrungsmittel wobei ein niedriger Wert bevorzugt wird. So wird für einen möglichst kleinen Insulinausstoss gesorgt was wiederum grosse Blutzuckerschwankungen vermeidet. Die bringt schlussendlich eine höhere Insulinstabilität mit sich, wobei die niedrigen Insulinlevel lebensverlängernd wirken und Heisshungerattaken vermieden sollen.

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Kalorienrestriktion: Anhänger dieser Ernährungsform reduzieren ihre tägliche Kalorienaufnahme um bis zu 50 Prozent wobei regelmässige ärtztliche Tests Mangelerscheinungen vorbeugen sollen. Die Idee wurde von einer Studie abgeleitet, bei der die kleinere Kalorienaufnahme bei Mäusen zu einem längeren Leben geführt hat.

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Freeganer: Die Freeganer ernähren sich nur von Nahrungsmitteln aus dem Müll. Diese sind jedoch keineswegs schlecht, sondern müssen einfach wegen dem erreichten Ablaufdatum entsorgt werden, wobei sie meist noch länger haltbar sind. Einige Freeganer bedienen sich auch für Kleider und Elektroartikel ausschlieslich im Müll. Die Mehrheit der Freeganer macht dies nicht aus einer Notlage heraus sondern weil sie sich gegen die Überproduktion, Ausbeutung und Massentierhaltung auflehnen wollen und uns die Nahrungsmittelverschwendung bewusst machen wollen.


Kanntest du alle Ernährungsformen? Wir nicht 😉

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  1. Danke schön für deinen nützlichen Artikel.

    Ich lese bereits länger auf deinem informativen Weblog.
    Und jetzt musste mich mal zu Wort melden und ein „Danke“ hinterlassen.

    Mache genauso weiter, freue mich bereits jetzt schon auf die nächsten Beiträge

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